Wow. Es läuft.

Seit über zwei Monaten sind wir nun im Einsatz. Brauen Bier, zapfen Bier, backen Pizza und Flammkuchen, machen und braten Würste mit Sauerkraut. Unsere Gäste sind glücklich, eine Brauerei auf Lefkas zu haben und lieben Pauls Helles und Pauls Weißbier. Wir kommen mit Brauen fast nicht hinterher. Paul braut montags und dienstags mit Wasser aus Korpi. Damit wird unser Bier noch gesünder! An diesen Tagen ist der Biergarten geschlossen. Das Bier braucht dann mindestens vier, besser sechs Wochen und länger, zum Reifen. Das frische junge Bier schenken wir als Zwickelbier aus.
Matina macht den Service. Ohne sie wären wir verloren. Sie hat den Überblick und ist ein Genie an der Kasse. Wenn der Laden komplett voll ist, sind wir drei, Paul, Matina und Marion, ziemlich gefordert, dann müssen unsere Gäste leider etwas länger warten.

O K T O B E R F E S T vom 1. bis 3. Oktober
Freut euch auf Pauls Festbier. Das ist etwas stärker gebraut, ganz in der Münchener Oktoberfest-Tradition. Zu Essen gibt es Schweinshaxen, halbe Hähnchen, Würste vom Grill und Flammkuchen. Wir starten am Freitag um 18 Uhr, am Samstag geht’s um 14 Uhr bis nachts und am Sonntag von 12 bis 17 Uhr heißt’s leertrinken und aufessen. Bitte reserviert, wenn ihr mit mehr Leuten kommen wollt: booking@thebrewery.gr

Kommt einfach. Wir freuen uns auf euch.
Paul macht freitags Bratwurst nach Onkel Jimmy’s Rezept. Die hat mittlerweile viele Fans und ist mit Sauerkraut der Hit. Die Gäste wollten schon im superheißen August Sauerkraut. Damit habe ich mich etwas schwer getan.
Wir fänden es toll, wenn viele mit ihren Familien sonntags zum Mittagessen kommen, wie früher in unserem geliebten Kafenion in Kavalos. Sonntags gibst’s dann Wiener Schnitzel mit schwäbischem Kartoffelsalat, auch mal Schweinsbraten oder auch Gulasch und natürlich Flammkuchen und Pizza.

Take away
Ihr könnt gerne Pizzen und Flammkuchen telefonisch oder im Lokal bestellen und mitnehmen.

 

Nice comments

We have just tasted the best weizen beer we ever had in our lives! And we had quite a few. The beer is fresh, citrusy but not sour. I have to admit it is a sad feeling to know that it will not get any better! Pizzas were also great! Thank you! 🙂

Incredible beer perfect „tart“ everything was wonderful. It is worth your visit if you are on the island of Lefkada !!! (Original) Απίστευτη μπύρα άψογη „τάρτα“ όλα ήταν υπέροχα . Αξίζει την επίσκεψη σας αν βρίσκεστε στο νησί της Λευκάδας!!!

Best experience! Incredible tasty wheat beer. Absolute must visit spot.

Öffnungszeiten
September:
Mittwoch bis Samstag: 18 bis 24 Uhr
Sonntag: 12 bis 17 Uhr
Oktober (Winter):
Freitag, Samstag: 18 bis 24 Uhr
Sonntag: 12 bis 17 Uhr


Zurück zur Normalität

Irgendwann wird’s wahr
Lockdown, Krankheiten, viele Reparaturen und so einiges mehr haben uns viel Zeit gekostet. Die Außengastronomie ist nun in Griechenland seit zwei Wochen geöffnet. Unseren Biergarten könnten wir theoretisch aufmachen, die Braulizenz ist in Sicht. Wir sind zuversichtlich. Eröffnung Ende Juni! Daumen drücken.

Helfer willkommen
Wie vom Himmel sind Greta aus Köln und Alejandro aus Madrid gefallen. Sie haben als Volunteers in verschiedenen Projekten in Lefkada gearbeitet. www.tamonopatia.org. Die sind nun abgeschlossen. Der Lockdown hat sie auch länger als sie wollten in Lefkada festgehalten. Bald ziehen sie weiter nach Madrid. Bis dahin unterstützen sie uns gegen Kost und Logis und bringen viel junge Energie in TheBrewery. Katrin hat die Fenster geputzt und tollen weißen Spargel von Stuttgart mitgebracht. Unsere Freunde Gogol und Harry von Wood and Steel haben gestrichen, silikoniert, Holz bearbeitet und einen Haufen alte Barhocker besorgt. www.facebook.com/lefkada.steel.and.wood

Schöner Wohnen
Unser zweites Standbein, die Ferienhausvermietung, lief wegen der unklaren Reisesituation verhalten an. Jetzt geht Urlaub wieder ohne Quarantäne. Wir freuen uns auf nette Gäste. Der Flughafen Preveza/Aktio liegt 25 km entfernt auf dem Festland und wird von vielen europäischen Städten angeflogen. Die Insel Lefkas erreicht man vom Festland über eine Brücke. Anreise mit dem Schiff von Triest, Venedig, Ancona, Bari und Brindisi nach Igoumenitsa. Hier gibt’s alle Infos zum Ferienhaus: www.villa-kavalos.de


No Future?

Durststrecke
Das Virus hat uns einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir haben immer noch keine Genehmigung für die Brauerei. In den Behörden wird wie in anderen Ländern unter erschwerten Bedingungen gearbeitet. Unser Antrag wurde im Mai vom zuständigen Amt gestempelt und gilt somit offiziell als eingereicht. Laut unserem Ingenieur gibt es ein neues Gesetz, das besagt, dass ein Antrag, der nach fünf Wochen nicht bearbeitet ist, als genehmigt gilt. Uns wäre eine anständige Genehmigung deutlich lieber. Im Moment können wir sowieso noch nicht brauen, da die Anlage noch nicht betriebsbereit ist. Paul macht sämtliche Vorbeitungsarbeiten alleine, um Geld zu sparen. Zur Tourismussaison sind wir aber bestimmt fertig.

Das Testbier schmeckt
Pauls Lieblingsbier ist Weißbier oder Hefeweizen, das in Deutschland vor allem im Sommer extrem beliebt ist. Es ist erfrischend, fruchtig und hat etwas mehr Kohlensäure als andere Biere. Ein leichter Geschmack nach Banane ist typisch für die von ihm verwendete Hefe von Weihenstephan. Die Klosterbrauerei Weihenstephan liegt in Bayern und wurde vor fast 1000 Jahren gegründet. Sie ist somit die älteste Brauerei der Welt und unter anderem beherbergt sie eine umfassende Hefebank. https://www.weihenstephaner.de/die-brauerei/historie/
Paul braut regelmäßig auf seiner Versuchsanlage. Gebraut wird mit Quellwasser aus Korpi. Korpi ist ein kleiner Ort bei Vonitsa. Leider hat vor ein paar Jahren Nestlé die Quellnutzung übernommen. Das Gute: Beim alten Kurzentrum kann man weiterhin kostenlos Wasser holen. Traditionell beliefern kleinere Tankwagen die Lefkader mit dem guten Wasser. Im Gegensatz zu den Abermillionen Korpi-Plastikflaschen von Nestlé schonend für die Umwelt.

Die Chefin bäckt
Bislang war Paul beim Backen vorne. Ich koche lieber. Für The Brewery habe ich aber von Anfang an Pizza, Pinsa, Flammkuchen etc. geplant. Pikantes Gebäck passt sehr gut zu Bier. Die meisten mögen es und die Arbeit mit Teig ist bei Hitze angenehm. Mit meinem neuen Pizzaofen bin ich am Üben. Toll, wie schnell der Boden knusprig wird. Der Flammkuchen ist bereits perfekt. Der Boden ganz dünn. Statt Crème fraîche nehme ich Frischkäse und Sahne. Schmeckt köstlich. Natürlich wird es nicht nur Pizza geben. Die griechische Meze-Tradition, aber auch Tapas und „small plates“ haben es mir angetan. Da kann ich kreativ sein und der Gast bekommt bei jedem Besuch Überraschendes. Gute Steaks sind auch ein Thema. Paul liebt gebratenes und gegrilltes Rind und isst es am liebsten „en bleu“. Rind und Lamm bekommt man auf der Insel allerdings immer durchgebraten. Kurzgebratenes Rindfleisch hat in Griechenland, meines Wissens, keine Tradition. Gut abgehangene Steaks sind bei den Metzgern in Lefkada nicht zu bekommen. Dafür gibt es zum Beispiel wunderbares Rinderfilet, das sogar frisch geschlachtet ganz zart ist. Wir bleiben dran.

Wann gibt’s Bier?
Das wüssten wir auch gerne. Eventuell können wir Ende des Winters starten, eventuell dauert’s noch länger. Das kommt ganz auf Corona und die Behörden an. Das Projekt ist knapp kalkulert und mit solchen Anfangsschwierigkeiten konnte keiner rechnen. Wir wollen weitermachen. Aber koste es, was es wolle ist keine Option. Eher gut Ding will Weile haben. Drückt uns die Daumen, dann wird alles gut.
Gesundheit! Υγεία!

 


Weiter geht's

Angenehme Zeitvertreibe
Die Sonne schien jetzt im Januar häufig. Die Luft hat mitunter angenehme 20 Grad. Das Meer ist mit vielleicht 16 Grad aber ganz schön frisch. Paul schwimmt trotzdem gern. Noch können wir unsere Zeit frei einteilen. Das wird sich bald ändern.

Clamping
In unserer fast einjährigen Wartezeit gab es schon einige Enttäuschungen. Zwei Locations, die wir sehr gut fanden, haben nicht geklappt. Einen sehr attraktiven Biergarten am Rand von Lefkas-Stadt, der uns eigentlich versprochen war, hat der Besitzer einfach ohne Information an andere vermietet. Eine ehemalige Taverne in Karya, für die wir und unsere lieben Nachbarn als Sprachunterstützer, viel Zeit investiert hatten, stellte sich als unmietbar heraus, weil die Erben sich nicht einigen konnten.

So hatten wir also viel Zeit für anderes. Paul hat im Juni und Juli den Standplatz unseres Wohnwagens hergerichtet, so dass wir, wenn wir im Sommer unser Haus vermieten, einen neuen wunderbaren Platz zum Leben haben. Ganz in der Natur. Umringt von lieben Nachbarn, die uns das ermöglicht haben. Eine sehr angenehme Wartezeit, wenn man Strand und Meer vor der Haustür hat.

Jetzt wird’s ernst
Heute am 20. Januar haben wir die Kaution für „The Brewery“ bezahlt und einen Vorvertrag unterschrieben. Paul konnte es dann kaum erwarten, die ziemlich schweren Braukessel auf seinem neuen „Hund“ in die neue Heimat zu schieben. Lefteri, auf dessen Grundstück, der Container mit unserer Brauanlage steht, ist immer extrem hilfsbereit und hat die Kessel mit Kran und LKW die 200 m zur Location transportiert.


Vom Plan zum Bier

Juhu, der Schlüssel

Jetzt haben wir ihn. Der Mietvertrag für die ehemalige Taverne ist zwar noch nicht unterschrieben, aber so gut wie. Die beiden Besitzer, Dimitris und Spyros, leben in Montreal, sind sehr kooperativ, aber es dauert halt. Sie freuen sich auf Pächter, die zuverlässig die Miete zahlen. Das werden wir hoffentlich schaffen.

Name, Logo, erste Schritte

„The Brewery“ hatte ich schon in Stuttgart angedacht. Zu der Location passt’s, finden wir. Englisch ist hier sowieso Verkehrssprache. Das griechische Wort dafür ist ζυθοποιεία, sprich „zythopiía“ mit Tiäitsch und Doppel-i, unausprechbar und bei vielen Griechen unbekannt. Wie man Bier macht ist hier noch viel unbekannter als in Deutschland. Immerhin gibt es mittlerweile fast 50 kleine Brauereien in Hellas. Die großen wie Mythos, Fix und Alpha sind alle Teil internationaler Konzerne. Soweit wir wissen, werden wir aber die erste Lokalbraurei in ganz Griechenland sein – und für deren Betrieb braucht’s, anders als in Deutschland, mehrere Lizensen.

Es werde Bier

Paul kann jetzt endlich seine Brauerei aus dem Container befreien. Er wird sie jetzt nach und nach an ihren Bestimmungsort bringen. Sie wird im Lokal hinter einer Glaswand (Abtrennung ist Vorschrift) zum Einsatz kommen. Ein doppelter Boden mit Abfluss muss gebaut, Leitungen angepasst werden, Entlüftung muss geplant werden. Paul ist Modellbauer und Hobbybrauer. Er ist handwerklich super geschickt und technisch so neugierig, dass er in sehr vielen Gewerken zu Hause ist. Er hat kalkuliert, dass, wenn wir den geringsten Gewinn erzielen wollen, die Location billig sein muss (sie ist es) und die Arbeiten weitgehend von uns selbst erledigt werden müssen. 24 % Mehrwertsteuer und 15 % Alkoholsteuer sind ein Wort. Der kalkulierte Bierpreis ist hoch.


Prolog

The Brewery

Das ist das gastronomische Projekt zweier Deutscher auf der ionischen Insel Lefkada .Sie wollen dort eine kleine Lokalbrauerei betreiben. Marion und Jürgen kennen Lefkada seit fast 30 Jahren. Die Liebe zur Insel begann beim Segeln. Dann bauten sie ab 1998 ein Ferienhaus im urigen Bergdorf Kavalos und schließlich zogen sie 2019 von Stuttgart nach Griechenland in ihre bierige Zukunft.

Die Brauereianlage

2018 bot ihnen ihr irischer Freund Brendan eine kleine gebrauchte Brauereianlage an. Er ist selbst Brauer und vertritt einen chinesischen Hersteller. Im November 2018 ist sie in Piräus eingetroffen, wurde nach Lefkada transportiert und wartet seither auf ihren Einsatz.

Ein Jahr suchen

Einen passenden Ort für die Microbrewery zu finden, stellte sich als ziemlich schwierig heraus. Lefkada lebt vom Tourismus und freie Räume sind rar. 2020 begann für die Jungunternehmer mit einer Überraschung: Eine bis dato unattraktive Location in Lazarata, einem Nachbarort von Kavalos, stellt sich als praktikabel und einfach mietbar heraus.